DRM (Digital Radio Mondiale)

Allgemeines

DRM wurde 1996 "erfunden" und umfaßt den Frequenzbereich bis 30 MHz. Vielmehr läßt sich darüber noch nicht sagen, außer daß viel experimentiert wird und vieles unklar ist. Das zeigt jedenfalls ein Blick auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag.

Im Gegensatz zu DAB beträgt die Bandbreite eines Kanals nur ca. 10 bis 20 kHz, wobei immer nur ein einzelnes Programm übertragen wird. Bei DAB beträgt die Bandbreite 1,5 MHz, und pro Kanal wird immer ein Ensemble aus mehreren Sendern und Datenkanälen übertragen.

Programmangebot

Es gibt auch schon eine Senderliste. Darin finden sich die typischen Kurzwellensender wie Deutsche Welle und Radio Kuwait.

DRM+

Das ist dann schon wieder die Weiterentwicklung von DRM, wobei auch Frequenzen oberhalb von 30 MHz genutzt werden sollen. Die Klangqualität soll hier sogar besser sein als bei DAB.


Empfangsgeräte

Wer DRM empfangen will, ist zur Zeit noch am besten im Selbstbaubereich aufgehoben. Man verwendet einen AM-Empfänger mit umgebauter ZF-Stufe oder eine selbstgebaute Empfängerschaltung, die die ZF liefert. Zur Decodierung des digitalen Signals wird dann ein PC mit Soundkarte benötigt.

Das bekannteste Standalone-DRM-Radio ist zur Zeit das Morphy Richards DRM Radio.

Morphy Richards DRM Radio

Morphy Richards DRM Radio

Die englische(!) Firma Morphy Richards stellt normalerweise Kaffeemaschinen und Bügeleisen her. Das Gerät erinnert denn auch entfernt an einen Toaster.

Es empfängt DRM, DAB Band III und L-Band, UKW-RDS, LW, MW, KW, hat einen SD-Kartenslot und ein Grafikdisplay. Sollte Ihnen dieser Funktionsumfang jetzt bekannt vorkommen, dann haben Sie wahrscheinlich die Beschreibung des Radioscape-Moduls gelesen. Kein Wunder, das Morphy Richards DRM Radio basiert auf dem RS500 von Radioscape.

Einige weitere Empfangsgeräte gibt es noch von Sangean, Roberts, Himalaya oder Starwaves.

Fazit

Insgesamt gesehen ist DRM somit ein weites Betätigungsfeld für Funkamateure, Radiobastler und ambitionierte Kurzwellenhörer. Das fängt schon bei der Antennentechnik an, die sich grundlegend von UKW oder DAB unterscheidet. Üblicherweise verwendet man eine mehrere Meter lange Drahtantenne, die vorzugsweise im Freien aufgespannt wird.


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