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3. Die Speicherkarten im Detail

Die Speicherkarten selbst bestehen zunächst einmal aus einer ca. 60 x 85 mm großen zweilagigen Leiterplatte. Darauf sind zu sehen:

- die Speicherchips
- der Kontaktstecker
- verschiedene kleinere IC's und SMD-Bauteile
- 3 Bajonettverschluß-artige Bohrungen zum Verriegeln der Karte im Steckplatz

World-Board Vorderseite World-Board Rückseite
World-Board Vorderseite World-Board Rückseite

Das zeigt uns bereits die für einen Selbstbau entscheidenden Kernprobleme, nämlich:
- welchen Speicherchip setzt Roland ein?
- welcher Steckverbinder wird verwendet?

Anhand der Abbildungen fällt auf, daß die Karten mit unterschiedlicher Anzahl von Speicherchips bestückt sind. Es gibt nämlich welche mit einem Chip (siehe oben), mit 2 Chips:

2 Chip Karte

und solche mit 4 Chips:

4 Chip Karte

Das soll uns aber zunächst nicht weiter beunruhigen. Im Gegenteil, diese Tatsache wird uns beim Verständnis der Schaltung helfen. Im folgenden werde ich die Karten entsprechend als Ein-Chip-Karte bzw. als Zwei-Chip-Karte bezeichnen.

Wie überall in der Computertechnik, ist auch Roland dem Trend zu immer größeren Speichern gefolgt und hat anfangs 4 x 2 MB Chips bestückt. Leider weiß ich nicht, in welchem Jahr die Expansion Boards erstmals auf den Markt gekommen sind. Später wurden dann 2 x 4 MB Chips eingesetzt und schließlich nur noch ein einzelner Chip mit 8 MB.

Fest steht aber, daß selbst die älteste verkaufte Karte auch mit den aktuellen Synthesizern kompatibel sein muß, und umgekehrt auch die neuesten Karten mit sämtlichen am Markt befindlichen JV- und XP-Geräten kompatibel sein müssen. Dies betrifft nicht nur die mechanischen Spezifikationen wie Abmessungen und Steckerbelegungen, sondern insbesondere auch die elektrischen, wie Betriebsspannung, Stromaufnahme und Timing. Die Zugriffszeiten der älteren 2 MB-PROMS dürften noch etwas höher gewesen sein als die der neueren 8 MB-Bausteine.

JV Innenleben

Quelle: 2sound.de

Wie auf diesem Foto zu sehen ist, gab es sogar JV-Modelle mit einseitigen Layouts auf Pertinax-Platinen, handverlegten Drahtbrücken und bedrahteten IC's. Die Anforderungen an die Zugriffszeiten der Speicher dürften also nicht allzu hoch liegen.

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Stand: 1.10.2006 Email (Spam-Schutz) Anbieterangaben (C) Copyright B.Mock