Software-Update für weitere Geräte
Ich besitze keines der hier aufgeführten Geräte. Daher bitte ich um Verständnis, daß ich keine Auskünfte bei technischen oder musikalischen Problemen geben kann. Die Hexfiles wurden mir im Laufe der Zeit zur Verfügung gestellt, so daß ich die Eproms brennen konnte.
Akai CD3000XL
Diesen Sampler hatte ich mit der Software V1.52 zum testen hier. Auf der Akai-Supportseite gibt es die Version 2.0 runterzuladen (Hinweis: Die Seite www.akai-pro.de existiert nicht mehr). Es handelt sich dabei um eine 256kB große Datei namens C310200.COD
Diese kann man auf eine Diskette kopieren; findet der CD3000XL beim Einschalten diese Diskette in seinem Laufwerk, so wird die Software in das RAM geladen, und das Gerät startet mit V2.0. Wird die Diskette allerdings entfernt, wird beim nächsten Einschalten wieder mit der alten Betriebssystemversion gestartet.

Akai CD3000XL
Will man die V2.0 dauerhaft installieren, kann man die Software auf ein neues EPROM brennen. Benötigt wird ein EPROM vom Typ 27C040 Bauform DIP mit einer Zugriffszeit kleiner gleich 150 ns. Dabei fällt auf, daß das 27C040 512 kB groß ist, die Akai-Datei aber nur 256kB.
Die COD-Datei ist als reine Binärdatei (RAW Binäry) zu öffnen und ab Adresse 0x40000 in das Eprom zu brennen. D.h. die ersten 256kB des EPROMs bleiben unprogrammiert (0xFF), die letzten 256kB enthalten die Daten aus C310200.COD
Akai S3000XL
Für dieses Gerät gibt es ebenfalls eine Version 2.0 in Form eines selbstentpackenden Diskettenimages. Dieses EXE-Programm erzeugt eine Diskette, mit der man den S3000XL mit V2.0 starten kann. Die Diskette ist im hauseigenen AKAI-Format formatiert.

Akai S3000XL
Mit dem Programm AkaiDisk von Paul Kellet (http://mda.smartelectronix.com/akai/) konnte ich die Binärdatei von der Diskette kopieren. Jetzt suche ich einen freiwilligen Tester, möglichst aus meiner Nähe (Raum Hannover) der gern das Update V2.0 auf EPROM haben möchte. Dazu müßte ich das vorhandene EPROM aus einem S3000XL auslesen um mir die Struktur anzusehen.
Behringer ultracurve 8024 Version 1.3
Benötigter Epromyp: 1 x 27C256, Bauform DIL-28
Behringer ultradyne 9024 Version 1.3
Benötigter Epromyp: 1 x 27C256, Bauform DIL-28
sowie alle weiteren Updates, die bei Behringer heruntergeladen werden können.
Kawai K4
Für den Kawai K4 habe ich die Version 1.4 für die Rack- und die Tastaturvariante verfügbar.

Benötigter Epromyp: 27C512, Bauform DIL-28, kleiner 150ns
Hier besteht die Möglichkeit, das Gerät zu personalisieren, d.h. auf dem 2x16 Zeichen Display erscheint beim Einschalten ein frei wählbarer Text.
Korg Prophecy
Nach einem Jahr ist dieser "Fall" endlich gelöst. Die letzte verfügbare Version zu diesem schon seit vielen Jahren nicht mehr hergestellten, aber offenbar mit Kultstatus versehenen Synthesizer ist die OS Version 20 oder V2.0

Ermitteln der installierten OS-Version
Wenn beim Einschalten der "Wheel 3" Button gedrückt wird, sollte der Prophecy seine OS-Version anzeigen.
Benötigte Eproms
Laut einer bei Korg UK kursierenden PDF-Anleitung werden folgende EPROMs benötigt:
- IC22 = Part Number: 27C210A, Description; UV-Erasable PROM (EPROM), Max. (s) Access Time = 150n, Pins = 44, Technology = CMOS
- IC12 = Part Number: 27C240A OR 27C4096, Description; UV-Erasable PROM (EPROM), Max. (s) Access Time = 150n, Pins = 44, Technology = CMOS
Beide Typen stammen von Texas Instruments und sind nicht mehr erhältlich. Der 27C240A ist eigentlich ein 27C240; hier hat es nie einen A-Typen gegeben.

Inside Korg Prophecy - Quelle: Korg UK
Das 27C240 ist ein 256 k x 16 bit Eprom, total 512 kByte. Seltener Typ, aber kann durch ein M27C4002 von ST ersetzt werden. Das 27C210A ist ein 64 k x 16 bit Eprom, total 128 kByte. Ebenfalls selten, aber kann durch ein AT27C1024 von Atmel ersetzt werden. Es sind OTPs, also nicht UV-löschbare Eproms zum einmaligen programmieren.
Aufgrund der mittlerweile extrem schwierigen Beschaffungssituation (16-Bit Eproms im DIP-Gehäuse werden von den Herstellern abgekündigt, allgemeine Bauteilknappheit) nehme ich auch gern die UV-löschbaren Eproms der älteren Versionen zurück, um sie anderen Prophecy-Besitzern mit der V2.0 wieder zur Verfügung zu stellen.
Die beiden mir vorliegenden Hexfiles von Korg UK haben sich als korrekt erwiesen (wenn man weiß, wie man sie auf die beiden Eproms verteilen muß). Danke an den "Tester" Michael aus Köln.
Verbesserungen und Bugfixes in V2.0:
- externe Midi Clock wird richtig empfangen
- arpeggiator not working while in LOCAL OFF mode
- slowing down of the arpeggiator (local clock) when you twiddle the knobs
- Prophecy crashing while receiving sysex-data (hard reset necessary)
- display becoming corrupt with wrong characters now and then
Einbauhinweise
Auf dem Foto oben kommt bei "A" das IC12 hin, bei "B" das IC22. Die IC-Bezeichnungen sind auch direkt daneben auf der Platine aufgedruckt. Achten Sie auch auf die Polarität der ICs.
Es soll einige Prophecys am Markt geben, bei denen die Eproms nicht gesockelt sind, sondern direkt in die Platine eingelötet. Bitte vorher prüfen. Zum Austausch sind Lötkenntnisse und passendes Werkzeug erforderlich.

Vielen Dank an Oliver K. für die ergänzenden Hinweise.
Korg Wavestation
Betriebssystem V3.19 für original Keyboard und EX Version.
Benötigtes Eprom: 2 Stück 27C1000-15Z ( 150ns or faster)
Es gibt eine interessante neue Webseite zur Wavestation: http://wavestation.site.voila.fr/
Kurzweil K2000

Kurzweil K2000. Unten links die Setup- und Engine-Eprompaare.
Verschiedene Versionen für Setup- und Engine-Eproms vorhanden. Man sollte aber genau wissen, was man braucht. Die Versionshistorie ist total chaotisch, und es kommt auch auf den Hardwarestand und den ROM-Ausbaustand an. Längst nicht jede Version läuft hier mit jeder Hardware. Also bitte vorher informieren.
Verfügbar habe ich die Betriebssystemversion (Engine) 3.87 für das Calvin-Board und 3.87J für das Janis-Board. Benötigter Epromyp: 2 x 27C040, Bauform DIL-32
Außerdem verschiedene Sound-Eproms (Setup):
- Version 1.3 = 1-199
- Version 1.00
- Version 2, K2VX
- Version 2xx/3xx
- Version 4.00 ROM F
JOMOX
Updates, die bei Jomox heruntergeladen werden können. Nämlich:
- AirBase99, Version 1.15
- XBase09, Version 2.09
Alle anderen können soweit ich das beurteilen kann, über MIDI Sysdump upgedatet werden.
Airbase99

AirBase99, Lage der Eproms

AirBase99, High- und Low-Chip
Novation Drumstation V1
Zitat:
"Das letzte OS (1.3) der Novation Drumstation V1, womit die letzten Geräte dieser Reihe ausgerüstet worden waren, bevor die V2 kam. Mit dem hat man die V1 (die in der Regel viel günstiger zu bekommen ist) meines Wissens nach auf dem Stand der V2."
Benötigter Epromyp: 1 x 27C040 Bauform DIL-32, 1 x 27C256 Bauform DIL-28
Programmierservice für andere EPROMS / andere Hersteller
Bitte bei mir anfragen, wenn HEX-File oder Eprom vorhanden ist. Bei vielen Synthesizern ist die Firmware noch nicht auf Flash-ROMs sondern auf Eproms drauf. Die meisten älteren Epromtypen lassen sich noch besorgen. Meist handelt es sich dann um OTP-Eproms, also solche, die sich nicht mehr löschen lassen. Das ist aber meistens auch nicht mehr nötig, da es für die älteren Geräte immer eine letzte Version gibt, die dann nicht mehr weiter supported wurde.
Übersicht gebräuchliche EPROM-Typen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die in Synthesizern häufig anzutreffenden Epromtypen. Die meisten davon habe ich auch ständig vorrätig. Ich verwende fensterlose OTP-Eproms, da diese preiswerter sind, und die zu programmierende Software ohnehin immer der letzte verfügbare Versionsstand eines Gerätes ist. Die angegebenen Vergleichstypen sind die aktuell von Reichelt gelieferten Ersatztypen.
| Typ | Vergleichstypen | Organisation | Bauform |
| 27C256 | 32k x 8 | DIL-28 | |
| 27C512 | W27C512 | 64k x 8 | DIL-28 |
| 27C1001 | W27C01 |
128k x 8 | DIL-32 |
| 27C2001 | AT27C020 | 256k x 8 | DIL-32 |
| 27C4001 | AT27C040 | 512k x 8 | DIL-32 |
| 27C1024 | 64k x 16 | DIL-40 | |
| 27C4002 | 256k x 16 | DIL-40 |
Allgemeine Einbauhinweise
Alle auf dieser Seite aufgeführten Geräte haben Eproms der Bauform DIP. Achten Sie beim Einbau auf die Polarität: Es gibt zwei mögliche Stellungen, in denen das IC eingesetzt werden kann. Nur eine davon ist richtig!

Eproms im DIP-Gehäuse. Links mit UV-Löschfenster, rechts ohne Löschfenster. Hier 32-polig. Quelle: ST
Diese ICs haben an einer der kurzen Seiten eine Kerbe (siehe Pfeil). Wenn man das IC so hinstellt, daß die Kerbe nach oben zeigt, dann ist links davon Pin 1. Oft ist auch zusätzlich neben dem Pin 1 eine kreisförmige Vertiefung angebracht oder ein kleiner Pfeil aufgedruckt.
Bei den meisten Geräten ist eine entsprechende Markierung (Kerbe oder Pfeil am Pin 1 oder eine "1") auf der Platine aufgedruckt. Falls nicht, notieren Sie sich die Lage der alten Eproms. Bitte nicht mit leitfähigem Stift (Bleistift!) auf der Platine herummalen.
Sicherheitsmaßnahmen
Entfernen Sie unbedingt das Netzkabel sowie alle anderen Kabel und Steckverbindungen zu anderen Geräten, bevor Sie das Gerät öffnen!
Maßnahmen gegen statische Aufladung
Platinen mit gedruckten Schaltkreisen enthalten elektronische Komponenten, die sehr empfindlich auf statische Entladungen reagieren. Schon die normale statische Aufladung der Kleidung oder des Arbeitsplatzes kann solche Komponenten zerstören. Berühren Sie diese Komponenten bzw. irgendwelche Metallteile daran nur dann, wenn Sie geeignete Maßnahmen gegen statische Entladung getroffen haben.
- Statische Aufladung ensteht durch Reibung. Legen Sie deshalb vorher alle benötigten Werkzeuge bereit. Bleiben Sie bei der Arbeit sitzen, laufen Sie nicht herum
- Tragen Sie Baumwollkleidung statt Synthetik
- Verwenden Sie ein Antistatik-Armband und eine Antistatik-Arbeitsmatte, falls vorhanden
- berühren Sie immer erst das Metallgehäuse des Geräts mit der Hand, bevor Sie irgendein Teil im Inneren berühren oder die neuen Eproms aus der Verpackung entnehmen.
Altes Eprom aus dem Sockel entfernen
Sie können die alten Eproms mit einem flachen Schraubendreher aus dem Sockel heraushebeln, und zwar immer abwechselnd von beiden Seiten, immer nur millimeterweise und schön vorsichtig. Sonst verbiegen Sie die letzten noch feststeckenden Beine.
Neue Eproms einsetzen
Setzen Sie die Eproms unter Beachtung der Polarität (siehe oben!) locker auf den Sockel auf. Prüfen Sie, daß jedes Beinchen genau über seiner vorgesehenen Aufnahme sitzt. Drücken sie das Eprom vorsichtig fest.